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Mittwoch - 05.09.2007 - Böhms Blog

Wem in Portugal die Stunde schlägt

Wenn man von Deutschland nach Portugal will, kann man eins getrost im Norden lassen: Die Uhr. Die ist hier so was von überflüssig, es sei denn, man will sich was Schickes um das Handgelenk legen. Uhren ticken hier in Portugal nicht nur anders, sie ticken überhaupt nicht.

Man könnte denken: In Portugal spielt Zeit keine Rolle, oder besser: an der Algarve ist die Zeit völlig von der Rolle. Aber das stimmt natürlich nicht wirklich. Die Menschen haben hier viel Zeit, viel mehr Zeit als wir Deutsche. Doch dafür brauchen sie keine Extra-Uhr. Wozu auch. Das Wort "Pünktlichkeit" gibt es in der portugiesischen Sprache nicht. Und zu spät kommen ist hier genau so beliebt wie Benfica Lisboa. Daran muss sich ein Deutscher erst mal gewöhnen. Man kann hier natürlich, wenn man unbedingt muss, Ter- mine vereinbaren, aber das ist genau so sinnvoll, wie am Strand Sanduhren zu verkaufen.

Für uns Deutschen zählt bekanntlich jede Sekunde, die Portugiesen denken dagegen nur in Gesprächseinheiten. Denn damit vertreiben sie sich die meiste Zeit: mit "Conversação". Überall und natürlich zu jeder Tages- und Nachtzeit. Das passiert zum Beispiel beim Autofahren. Autofahren ist für die Portugiesen reine Zeitverschwen- dung. Da wird dann lieber mal kurz gebremst, die Scheibe runtergekurbelt und 'ne Runde mit dem Nachbarn auf dem Gehweg geredet. Dass sich hinter dem fröhlichen Wort- gefuchtel eine Warteschlange bildet, stört nicht weiter, der Portugiese ist Warten gewöhnt.

Wenn mal kein Nachbar in der Nähe ist, greift der Portu- giese gern zum Handy - ja mit Sicherheit ist das Handy eine portugiesische Erfindung - an dieser modernen Ohr- muschel kann man nämlich noch viel lauter reden, als auf einer Bank am Marktplatz. Irgendwo da, wo der Portugiese sich gerade befindet, redet er, mit irgend jemanden, egal. Im engen Gang, auf der Rolltreppe, vor dem Postschalter und an der Supermarktkasse.

Dort besonders gern. Während die Kassiererin jedes ein- zelne Stück genau unter die Lupe nimmt und bei ihren Kolleginnen am anderen Ende des Supermarktes stunden- lang über die aktuellen Preise diskutiert, schnappt sich der Vordermann derweil das Handy und ruft Freundin oder Mutter an. Und erzählt ganz wichtig, dass er jetzt gerade im Supermarkt ist und eingekauft hat. Was er alles ein- gekauft hat, die ganze Palette, mit der Artikelnummer selbstverständlich. Und dann freut man sich schon, wäh- rend der tief gefrorene Fisch vor sich hin taut, dass das Handy irgendwann leer geredet ist. Aber nein, dann wird ohne Punkt und Komma mit der Kassiererin weitergelabert, bis dass der Fisch davonschwimmt. Mitteilungsbedürftig, diese Portugiesen.

Aber irgendwann taut man als Deutscher hier auch auf. Und dann legt man schon mal die Uhr zur Seite, schon allein, um überall gleich braun zu werden. Oder, um ja nicht zu früh zu kommen.

Wenn man an der Algarve schlimmstenfalls einen Handwerker braucht, sollte man die Zeit schlicht und einfach vergessen. Ein Handwerker hat nie Zeit. Heute, morgen, übermorgen, morgens, mittags, abends, nachts - alles Begriffe, die der einheimische Handwerker nicht kennt. Er kennt nur "gleich" oder "später", was so viel heißt wie: "in den nächsten Wochen" oder "gar nicht".

Apropos Wartezeit: Zeit heilt bekanntlich alle Wunden. Das gilt hier im Süden ganz besonders in den Krankenhäusern. Denn bis man dort nach Ewigkeiten mal an der Reihe ist, ist die Wunde mit Sicherheit vernarbt. Und in den portugiesischen Behörden und Ämtern werden seit mehreren Jahren Zeit-Lose statt Wartenummern ausgeteilt.

Fazit: ich empfehle jedem Deutschen, der nach Portugal reist, ob in den Urlaub, oder in die Ewigkeit, und nicht von der Uhr lassen will, diese Uhr nicht nur um eine Stunde, sondern um mindestens ein Jahrhundert zurückzudrehen, ansonsten wird er den Portugiesen hier mächtig auf den Wecker gehen


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Freitag - 31.08.2007 - Algarve Regional

Kompetenzzentrum für ökologisches Bauen - Wohnen - Gesundheit
Porta Verde unter neuer Leitung und mit erweitertem Produktprogramm

Leben und Wohnen in Harmonie ist die Philosophie von Porta Verde: seit fast mehr als 3 Jahren gilt Porta Verde als erste Adresse, wenn es um gesunde Baustoffe geht.

Nachdem im Juli diesen Jahres das Unternehmen in neue Hände übergegangen ist, werden die neuen Inhaber Anneliese Remling und Friedhelm Metz diese Philosophie nicht nur weiterführen, sondern ausbauen und um den Schwerpunkt Gesundheitsprävention ergänzen.

Friedhelm Metz leitet schon seit vielen Jahren in Deutschland eine Praxis für ganzheitliche Gesundheitsförderung mit dem Schwerpunkt Meridiandiagnostik und hat dies nun in Porta Verde eingeführt. Das seit einem halben Jahr im portugiesischen Raum bisher exklusiv von ihm angebotene Diagnose- und Therapieverfahren verbindet die uralten Erkenntnisse der traditionellen chinesischen Meridianlehre mit modernster Computertechnologie in einmaliger Weise. Die Therapie erfolgt über gezielt ausgewählte Ton- und Farbsequenzen, die über einen Beamer und einen Lichtstift auf Akupunkturpunkte oder Reflexzonen verabreicht werden (Akupunktur ohne Nadel). Darüber hinaus ist jede Therapie auf ihre energetische Wirksamkeit überprüfbar. Mit dieser Methode können sowohl körperliche Beschwerden als auch seelisch geistige Konflikte behandelt werden.

Neben den bisherigem Angebot wie Naturfarben, Holzschutzmittel, Putze, Kachel- und Kaminöfen, Infrarotheizsysteme, ökologisches Baumaterial, ökologische Reinigungsmittel, wurde das Sortiment um die Bereiche Trinkwasserfilter und Systeme sowie Nahrungsergänzung und Naturkosmetik erweitert.

Weiterhin wird besondere Aufmerksamkeit auf EM - Effektive Mikroorganismen nach Prof. Teruo Higa gelegt, wodurch bereits fantastische Erfolge in den Bereichen Garten und Landwirtschaft, für Tiere und Gesundheit in aller Welt erzielt wurden, auch schon in Portugal.

Zu all diesen Themen sind zukünftig Vorträge und Veranstaltungen in den Porta Verde-Geschäftsräumen geplant. Informationen über den aktuellen Veranstaltungskalender erhalten Sie telefonisch oder per E-Mail: em@portaverde-em.com.

Wie bisher wird im Baustoffbereich die Vermittlung von kompetenter Beratung und Ausführung durch deutsche Fachleute gewährleistet. So kann das Team von Porta Verde inzwischen ein ökologisch gebautes Musterhaus in Quelfes sowie eine Jurte und verschiedene andere Projekte im Aus- und Umbau vorweisen.

Mit dieser Palette von ökologischen Produkten und Dienstleistungen bietet das Kompetenzzentrum für ökologisches Bauen - Wohnen - Gesundheit ein einzigartiges Angebot an der Algarve.

Porta Verde - leicht erkennbar am grünen Tor - finden Sie nach etwa 3 km an der Straße von São Brás de Alportel nach Moncarapacho beim Cáfe Nescer do Sol, hier kreuzt die Straße von Mesquita nach Peral.

Öffnungszeiten:
Di-Sa. 09.00-14.00 oder nach Vereinbarung
Tel. 289-841 967
Mobil 91 -4 691 706 und 91-4 635 192
E-Mail em@portaverde-em.com
Internet www.portaverde-em.com


Link: Porta Verde bei Algarve Live
Link: Porta Verde im Internet

 

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von Ingo


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Mittwoch - 22.08.2007 - Dies & das

Für Sie entdeckt auf jetzt.de
Der portugiesische Honorarkonsul erzählt

Fast 16 Millionen Einträge führt alleine Google für das Suchwort Algarve an. Bei dieser Menge ist es nicht immer einfach, die richtig lesenswerten Nachrichten und Berichte über die Algarve zu finden.

Algarve Live sucht nun mit: für unsere Leser blicken wir uns nach interessanten Texten und Beiträgen anderer Redaktionen, Portugal-Besucher und Internetseitenbetreiber um.

Heute Morgen für Sie entdeckt:

Michael Bach, Honorarkonsul im portugiesischen Faro, erzählt auf jetzt.de, der Kolumne der Süddeutschen Zeitung, wie einmal ein dichtender Mann mit schwarzem Hut seine Mitarbeiterin erschreckt hat und ob Honorarkonsule Geld verdienen...


Link: ...lesen Sie den ganzen Beitrag!

 

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von Ingo


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Donnerstag - 26.07.2007 - Dies & das

Algarve Live Kolumne
Das Alltagsleben eines deutschen Algarve-Residenten

Die Algarve gilt bei vielen Menschen als absolutes Ferien-paradies, so paradiesisch, dass sie ihren Traum, dort zu leben, wo andere Urlaub machen, in die Tat umsetzen oder doch zumindest ernsthaft darüber nachdenken. Wer jedoch an der Algarve lebt und arbeitet weiss, dass auch die Algarve - wie alles im Leben - nur eine Medaille ist und als solche eben zwei Seiten hat. Diese Tatsache macht die Algarve nicht zwangsläufig weniger attraktiv, sondern befähigt den Residenten lediglich zu einer realistischeren Sichtweise. Das alltägliche Leben an der Algarve unter- scheidet sich zweifellos von jenem in Deutschland oder anderswo, aber Alltag bleibt eben doch Alltag. So gesehen wird die Algarve ihrem Image als Urlaubsparadies durchaus gerecht, nur ein "Alltagsparadies" muss wohl erst noch erfunden werden...

Vor dem Hintergrund dieser Gedanken freut sich Algarve Live, den erfahrenen deut- schen Journalisten Thomas Böhm für eine regelmäßige Mitarbeit in unserem Internet- portal gewonnen zu haben. Der gebürtige Hamburger und Wahlberliner lebt seit gut zweieinhalb Jah- ren als Resident an der Algarve und wird ab sofort eine monatliche Kolumne auf Algarve Live veröffentlichen. Hier beschreibt der Anfang Fünfzigjährige seine ganz persönli- chen Eindrücke und Erfahrungen als deutscher Resident im algarvischen Alltagsleben. Seine Texte sind satirisch oder einfach nur komisch, zeitweise aber auch besinnlich und nachdenklich. Sie lassen den Leser schmunzeln und manch- mal lauthals herauslachen. Viele Residenten werden sich wahrscheinlich in den Texten wiedererkennen, da sie selbst schon einmal ähnliche Situationen erlebt haben. Und als Urlauber haben Sie die Möglichkeit, einmal in das algarvi- sche Alltagsleben einzutauchen und ein wenig hinter die Touristenkulisse zu schauen...

Seine berufliche Laufbahn im Journalismus und Medienbe-reich begann Thomas Böhm 1980 mit einem Volontariat bei der Berliner "taz". Danach arbeitete er u. a. als freier Autor für verschiedene bekannte Zeitungen und Magazine. Des-weiteren war er als Herausgeber von Anthologien und Kalendern, Konzertveranstalter, Karikaturist und Inhaber einer Werbeagentur tätig, bis er schließlich 2005 seine Zelte in der Hauptstadt abbrach und mit Frau und Kater Oskar an die Algarve zog. Hier arbeitet er nun selbstständig im Multimedia-Bereich. Darüber hinaus hat er mit seiner Frau, die einige Jahre lang Inhaberin eines Teeladens in der Berliner Innenstadt war, Anfang 2007 die Firma Algarvtea gegründet, die qualitativ hochwertigen Tee über das Internet vertreibt.

Schreiben Sie uns unter dem Stichwort "Kolumne" - news@algarve-live.de - wie Ihnen die Algarve Live Kolumne gefällt, ob Sie schon einmal ähnliche Erfahrungen gemacht haben etc. Oder nehmen Sie mit dem Autor direkt Kontakt auf - E-Mail: toboehm@aol.com. Mit einem Klick auf "Böhms Blog" geht's zur aktuellen Algarve Live Kolumne. Wir wün-schen Ihnen viel Spaß beim Lesen!


Link: Böhms Blog
Link: Homepage Algarvtea

 

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von Patricia Valerio


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Donnerstag - 26.07.2007 - Böhms Blog

Abfuhr bei der Einfuhr



Wenn ich das nächste Mal nach Portugal auswandere, nehme ich nur mein Fahrrad mit. Das Auto lasse ich schön in Deutschland in der Garage stehen, oder verkaufe es. Auf jeden Fall versuche ich nicht mehr, das Auto in Portugal einzuführen. Ich habe es probiert. Und es war gruselig. Der Weg zwischen Pontius und Pilatus ist ein Katzensprung dagegen.

Ich hätte es mir natürlich einfach machen und mit meinem deutschen Kennzeichen an der Algarve herumkutschieren können. Ein halbes Jahr lang. Das ist erlaubt. Dann kurz mal rüber nach Spanien, auftanken und wieder zurück. Kein Problem. Aber ich mag Spanien nicht so gern und außerdem bin ich ein anständiger EU-Bürger.

Also führe ich meinen schicken kleinen Peugeot 206, Bau- jahr 2001, ganz offiziell und vorschriftsmäßig ein. Autopa- piere in die Tasche gestopft und ab zum Zollamt nach Portimão. Das liegt gleich um die Ecke. Mit einem freundli- chen "Obrigado" nimmt man mir dort knapp 1.600 Euro ab - gut, dass meine Großmutter noch stricken kann - und schickt mich dann nach Faro, zum Kfz-Amt. Das ist 60 Kilometer entfernt. Aber die Strecke ist schön, liebliche Landschaft, viele Palmen.

Das Kfz-Amt ist weniger schön. Eine stickige Krasselbude und ich ziehe die Wartenummer 624. Das heißt 6 Stunden Wartezeit, viel Kaffee und noch mehr Broschüren durch-blättern, die ich nicht verstehe. Am späten Nachmittag wird mir dann mein geliebter deutscher Fahrzeugbrief ab-genommen. Ich erhalte dafür vorläufige Ersatzpapiere und werde aufgefordert, nach Portimão zurückzufahren, um dort den Einfuhr-TÜV zu machen. Mach ich doch gerne. Die Strecke ist immer noch schön, auch von der Rückseite aus betrachtet.

Der TÜV kostet noch mal 64 Euro, dafür ist er aber auch nur 3 Monate gültig. Und wieder zurück nach Faro, die TÜV-Papiere abgegeben. Die Strecke kommt mir bekannt vor, dafür ist die neue Wartenummer 601 ziemlich neu. Schließlich geht es noch einmal nach Lagoa (das liegt zwischen Faro und Portimão). Dort muss ich in der zu- ständigen Lokalbehörde einen neuen Fahrzeugschein be- antragen. Der soll mir dann, wenn alles gut geht, irgend- wann im nächsten halben Jahr aus Lissabon zugestellt werden.

Danach kann ich durchatmen. Stillstand im Behörden-Chaos. Mittlerweile habe ich aber immerhin schon portu- giesische Nummernschilder, eine neue Kfz-Versicherung und beim Finanzamt ganz brav 61 Euro Kfz-Steuern bezahlt. Von einem neuen Fahrzeugschein aber auch nach drei Monaten noch keine Spur.

Meinen Wagen benutzen darf ich nun leider auch nicht mehr: Der TÜV ist abgelaufen. Und da ich keine 15.000 Euro Strafe zahlen kann, und bei einem Unfall auch nicht mehr versichert bin, nehme ich mir vorsichtshalber einen Mietwagen (130 Euro die Woche). Den TÜV kann ich leider nicht verlängern. Irgend etwas ist da in Faro schief ge- gangen, teilen mir die Prüfer mit. Um welches Problem es sich aber handelt, kann mir hier in Portimão niemand sagen. Vielleicht hat der TÜV nicht die Telefonnummer vom Kfz-Amt.

Ich nehme das Steuer (vom Mietwagen) selbst in die Hand und heize noch einmal in die Provinzhauptstadt. Die Strecke kenne ich inzwischen in und auswendig, für die Landschaft habe ich kein Auge mehr. Mit der Nummer 573 beträgt die Wartezeit nunmehr nur noch 5 1/2 Stunden. Aber jetzt weiß ich mehr: Beim Einfuhr-TÜV war den Ex- perten ein Fehler unterlaufen. Sie hatten bei der Gewichts- angabe 140 Kilo statt 1480 Kilo angegeben. Ich muss nun dafür sorgen, dass das korrigiert wird.

Also wieder nach Portimão zum TÜV. Der Spezialist kritzelt mit dem Bleistift die richtige Zahl ins Formular und wünscht mir gute Fahrt - wieder nach Faro, na wohin denn sonst, und wieder mit dem Mietwagen. Nach nur vier Stunden nimmt die Beamtin das nun fehlerfreie Dokument und ver- spricht freie Fahrt auf allen portugiesischen Straßen.
Doch erst nach weiteren drei Anläufen beim TÜV in Porti-mão, kann mein armer, kleiner Peugeot für weitere 28 Euro geprüft werden. Na, prima. Stolz wie Oskar und mit nagel-neuer TÜV Plakette flitze ich nach Lagoa und will nun meinen neuen Fahrzeugschein abholen. Aber denkste. Statt der Papiere erhalte ich ein gleichgültiges Achselzucken und werde mit einem bestimmten "Adeus" verabschiedet.

Inzwischen habe ich mir ein Fahrrad gekauft und wenn ich nicht gestorben bin, dann warte ich noch heute...


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Mittwoch - 11.07.2007 - Algarve Regional

Motorradtreffen in Faro 2007
Ansturm der Biker im Juli

Vom 19. - 22. Juli findet zum 26. Mal auf Einladung des Motorradclubs Faro das internationale Motorradtreffen in der Algarve-Hauptstadt Faro statt. Dieses Motorradtreffen ist eines der größten in Europa und bestimmt das größte der iberischen Halbinsel. Bis zu 50.000 Besucher werden erwartet, überfüllte Campingplätze und wildes Camping wird wie in den vorherigen Jahren an der Tagesordnung sein.

Das gut organisierte Treffen mit tag- und abendfüllendem Programm findet reichlich positive Resonanz bei Motorradfans und Clubs aus ganz Europa und ist auch bei deutschen Bikern sehr beliebt.

Vorabinfos erhalten Sie vom Motorradclub Faro, E-Mail: motoclubefaro@mail.telepac.pt

Anfahrt:
Halten Sie sich auf der Straße zum Flughafen rechts in Richtung Meer, um zu den Ilhas an der Küste vor Faro zu gelangen (auf die Beschilderung achten).

 

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Mittwoch - 04.07.2007 - Kultur Allgemein

Festival Med 2007 in Loulé
Musikfestival lockte Besuchermassen

Von Mittwoch der letzten Woche an bis einschließlich Sonntag vibrierte die Luft in Loulés Altstadt, als im historischen Zentrum zum vierten Mal das Musikfestival "Festival Med" stattfand. Das inzwischen deutlich über die Region hinaus bekannt gewordene Festival bot einen Reigen an musikalischen Attraktionen der Mittelmeeranrainer, darunter bekannte Namen wie Aynur aus der Türkei, Sergent Garcia aus Frankreich oder Sara Tavares aus Portugal. Zu den 34 Musikgruppen gehörten auch Künstler aus Deutschland, Argentinien und den USA, die auf zwei großen und zwei kleineren Bühnen auftraten.





Auf der Palco da Certa do Convente sorgte Akli D mit seiner Band für großes Konzertfeeling, als der aus der Kabylei in Algerien emigrierte Berber am Freitagabend nach Einbruch der Dunkelheit für Gänsehaut sorgte und zum Mittanzen einlud.

Die Zugänge der schmalen und verwinkelten Altstadtgassen zu den umliegenden Straßen waren versperrt worden, nur ein Haupteingang ließ Publikumsverkehr zu. Die Ticketpreise lagen mit 10 Euro für die Abendkarte und 25 Euro für das gesamte Festival im angemessenen Rahmen.





Doch neben der Musik wurden, ganz im Sinne des Festivalgedankens, den großen und kleinen Besuchern mehr geboten: südeuropäische und afrikanische Kultur in bunt beleuchteten Gassen mit Kunsthandwerk, Ausstellungen, Straßen- und Puppentheater, Workshops und, nicht zu vergessen, die Gastronomie der Gastländer. Verschiedenste kulinarische Spezialitäten zu sehr moderaten Preisen standen zur Auswahl: Falafel und Döner, Tapas und allerlei Kreationen mit Meeresfrüchten sowie Grüner Tee aus Ägypten verwöhnten den Gaumen.

Der Besuch hat sich gelohnt, die gleichzeitig ausgelassene, friedliche und sinnenerfüllende Stimmung in der warmen Abendluft lassen die Freude auf einen Besuch dieses Sommerfestivals im Jahr 2008 steigen.


Link: Festival Med Loulé

 

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von Ingo


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Samstag - 30.06.2007 - Sport Allgemein

Rali da Vila do Bispo: JC Racing im Aufwind

Nach einer vierwöchigen Pause fand am Sonntag, den 24. Juni der zweite Lauf zur regionalen Rallye-Meisterschaft Süd (CRRS) in Vila do Bispo statt, wiederum mit Betei- ligung des von Algarve Live unterstützten Rallye-Teams JC Racing.

Um das Positive gleich vorwegzunehmen: Nach zwei tech-nischen Ausfällen in Beja und Martinlongo hielt diesmal die Technik des Rennautos, und Pilot José Correia und Naviga- tor Nuno Lorena erreichten in einer Gesamtzeit von 35:29.60 Minuten das Ziel. Das reichte für Platz 12 im Gesamtclassement und für den 7. Rang in der Kategorie II. Muitos Parabéns!

Nach dem Auftakt der CRRS im Kreis Alcoutim (Martinlongo - 27. Mai) im äußersten Nordosten der Algarve, führte das zweite Rennen die Teams diesmal in den äußersten Süd-westen. Der Kreis Vila do Bispo wird von Touristen vor allem wegen des Cabo São Vicente, dem südwestlichen Punkt Europas und auch als "Ende der Welt" bekannt, besucht. Aber auch Sagres mit seiner Festung, in der die legendäre Seefahrerschule Heinrich des Seefahrers untergebracht gewesen sein soll, bildet einen touristischen Anziehungs-punkt. Darüber hinaus beginnt im Kreis Vila do Bispo der Naturpark Costa Vicentina, der sich bis zum Alentejo hochzieht und eine wunderschöne, vom Massentourismus weitgehend verschonte Landschaft bietet. Strandliebhaber haben im Bezirk Vila do Bispo die Wahl zwischen maleri- schen Buchten an der Südküste und wild-romantischen Stränden an der Westküste.



Cabo São Vicente



Leuchtturm vom Cabo São Vicente



Ingrina-Strand, Südküste



Wild-romantischer Strand an der Westküste


Der Ort Vila do Bispo selbst ist mit seinen knapp 1.000 Einwohner weniger bekannt. Sehenswert ist die typisch algarvische Hauptkirche, die im Januar eines jeden Jahres als Ausgangspunkt für die Prozession anlässlich des Festes des Heiligen Sankt Vinzenz dient. Am Rennsonntag stand Vila do Bispo jedoch im allgemeinen Zentrums des Interes- ses, denn die Rallye zog zog zahlreiche Zuschauer - auch aus vielen anderen Teilen der Algarve - an.


Igreja Matriz Vila do Bispo

Igreja Matriz Interieur

Festa São Vicente Vila do Bispo


JC Racing waren mit der Startnummer 21 um 15.04 Uhr mit ihrem BMW 325ix zur ersten Wertungsprüfung angetreten, die sie mit dem 17. Platz abschlossen. Doch das Team steigerte sich kontinuierlich und belegte bei den weiteren drei Prüfungen jeweils die Plätze 16, 12 und 11, woraus letztlich der wohlverdiente 12. Rang resultierte. José Correia war mit dem Verlauf der Rallye mehr als zufrieden; obwohl man einmal leicht von der Piste abgekommen war, lief es diesmal wie am Schnürrchen. Das Ergebnis gibt berechtigte Hoffnungen für die folgenden Rallyes. Das Team hofft auf weitere Top 15 Platzierungen, um somit ihrem selbstgesteckten Saisonziel näherzukommen.



JC Racing auf dem Weg zum 12. Platz



Der BMW 325ix lief diesmal ohne Probleme


Der Sieger der dritten Rali da Vila do Bispo hiess erneut José Merceano, der mit seinem Navigator Francisco Pereira nach Martinlongo bereits die zweite Rallye in Folge gewann (Mitsubishi Lancer EVO IV, Gesamtzeit 30:23.70 Minuten). Den zweite Platz belegten Luís Mato/Ricardo Domingos, die in diesem Jahr bereits die Rali de Beja gewannen (Mitsubishi Lancer EVO IV, Gesamtzeit 31:08.10 Minuten). Das Team Nuno Pinto/João Luz benötigte für die Gesamtdistanz von 42,76 km gut zwei Minuten länger als der Sieger und lan- dete so auf dem drittten Platz (Mitsubishi Lancer EVO III, Gesamtzeit 32:24.10 Minuten). Von den insgesamt 31 Teilnehmern absolvierten 23 Teams alle vier Wertungsprü-fungen, acht schieden aufgrund unterschiedlicher Ursachen aus.

Die CRRS wird nun eine knapp dreimonatige Sommerpause einlegen. Der dritte Lauf findet dann am 16. September mit der Rali de Loulé statt. Wir wünschen JC Racing einen schönen Sommer und freuen uns darauf, wenn es im Spät-sommer weitergeht.




Link: Reportage JC Racing
Link: Rali de Martinlongo - Bericht
Link: Rali de Beja - Bericht

 

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von Patricia Valerio


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Samstag - 05.05.2007 - Stories & Reportagen

JC Racing: Motoröl und Ölfarbe
Ein algarvisches Rallye-Team stellt sich vor


JC Racing mit ihrem Rennauto BMW325ix*)


Fußball gilt als der portugiesische Nationalsport Nr. 1, doch ist die "schönste Nebensache der Welt" durchaus nicht die einzige Sportart, die lusitanische Herzen höher schlagen lässt. Auch Motorsport, und hier insbesondere der Rallye-Sport, erfreut sich im ganzen Land großer Beliebtheit. Nicht erst seit "Lisboa-Dakar" und der am letzten Märzwochen- ende ausgetragenen "Rali de Portugal" begeistern sich die Portugiesen für diesen Sport, der nicht nur die Technik des Fahrzeugs und das Können des Fahrers, sondern vor allem auch die Koordination zwischen Pilot und Navigator auf die Probe stellt. Grund genug für Algarve Live, einmal hinter die Kulissen zu schauen und das algarvische Rallye-Team JC Racing vorzustellen.



Team JC Racing: José Correia (l.), Nuno Lorena (r.)*)


Hinter dem Namen JC Racing verbergen sich der 36-jährige Pilot José Correia und sein vier Jahre älterer Navigator Nuno Lorena. Während José Correia als Bauingenieur seine eigene Bauplanungsfirma in Vilamoura betreibt, lebt Nuno Lorena als freischaffender Kunstmaler in Faro. José Correia ist gebürtiger Algarvio und nach einigen Jahren der beruflich bedingten Abwesenheit wieder in seine südliche Heimat zurückgekehrt. Nuno Lorena dagegen stammt ursprünglich aus Lissabon, kam aber bereits von 20 Jahren an die Al-garve, die inzwischen zu seiner zweiten Heimat geworden ist. Die beiden kennen sich seit sechs Jahren, sammelten ihre Rallye-Erfahrungen jedoch bisher mit anderen Partnern in unterschiedlichen Teams.



Pilot José Correia*)



Navigator Nuno Lorena*)


2007 gehen Pilot und Navigator nun erstmal bei der re-gionalen Rallye-Meisterschaft Süd (CRRS = Campeonato Regional de Ralis do Sul), die in diesem Jahr zum zehnten Mal stattfindet, gemeinsam an den Start. Neben der na- tionalen Rallye-Meisterschaft gibt es in Portugal drei re- gionale Meisterschaften, die geographisch aufgeteilt sind (Nord, Zentrum, Süd). Die CRRS 2007 umfasst insgesamt fünf Rallyes, deren Teilnehmer zu 80% aus dem Alentejo und der Algarve kommen:

Terminplan CRRS 2007

Rali de Martinlongo - 27. Mai
Rali de Vila do Bispo - 24. Juni
Rali de Loulé - 16. September
Rali de Castro Marim - 14. Oktober
Rali Casinos do Algarve (Portimão/Monchique) -
22. bis 24. November

Darüber hinaus wird JC Racing auch an den drei Rallyes der "Desafio VSH" teilnehmen, einer der CSSR vergleichbaren Meisterschaft für im Straßenverkehr nicht zugelassene Fahrzeuge, die in diesem Jahr zum ersten Mal ausgetragen wird.

Terminplan Desafio VSH 2007

Rali de Beja - 13. Mai
Rali Cidade de Loulé - 28. Oktober
Rali de Portimão - 9. Dezember



Testfahrt in Loulé*)


Die Gesamtstrecke der CRRS-Rallyes ist jeweils 100 bis 150 km lang, wobei vier bis sechs Wertungsprüfungen mit einer Gesamtdistanz von 60 bis 80 km absolviert werden müssen. Im Vorfeld der Rallye haben die Teams die Möglichkeit, auf der Strecke zu trainieren und die Streckenführung kennen-zulernen. Gestartet wird in vier verschiedenen Klassen. JC Racing tritt mit seinem gelben BMW325ix in der technisch stärksten Klasse IV an.



José Correia gibt Gas auf der Schotterpiste*)


Das allradgetriebene Fahrzeug, Baujahr 1989, hat sechs Zylinder und 180 PS. Das Gewicht beträgt ca. 1.200 kg bei einer Hubraumgröße von 2.500 kbcm. Der mit Spezialreifen ausgerüstete Wagen erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h, obwohl diese beim Rallye-Sport eine eher untergeordnete Rolle spielt. Im Gegensatz zum normalen Straßenfahrzeug kann die Radaufhängung des Wagens den jeweiligen Geländebedingungen angepasst werden. Ferner verfügt der BMW über eine vergleichsweise kürzer über-setzte Gangschaltung.



JC Racing in der Kurve...*)


Aufgrund der technischen Qualitäten des Fahrzeugs und seiner eigenen sportlichen Fähigkeiten erhofft sich das Team JC Racing bei der diesjährigen CRRS eine Platzierung unter den ersten fünfzehn im Gesamtclassement. Bei ca.
45 bis 50 teilnehmenden Teams ist dies ein durchaus ambitioniertes Ziel.



Eifrige Helfer bei der Arbeit*)


Doch der Erfolg eines Rallye-Teams hängt nicht allein vom Piloten, Navigator und Fahrzeug, sondern in hohem Maße auch von den Mechanikern ab. Die technische Unter- stützung obliegt im Falle JC Racing der Firma Auto Quim Motorsport aus Portimão, geleitet vom Inhaber und Chefmechaniker Joaquim Almeida. Er bereitet das Fahrzeug für die Saison vor und sorgt für die Wartung zwischen den einzelnen Rallyes. Am Rallye-Tag ist er dann mit seinen Jungs an der Strecke. Allerdings dürfen Reparaturen nur an den dafür vorgesehenen Wartungspunkten durchgeführt werden. Sollte zwischen den einzelnen Wartungsstellen eine Panne auftreten, müssen Pilot und Navigator selbst Hand anlegen und ihr technisches Geschick unter Beweis stellen.



Nach wenigen Testrunden gab's eine zweifache Reifenpanne*)



José und Nuno beim Reifenwechsel vorne...*)



...und beim Reifenwechsel hinten*)


Moralische Unterstützung erhält José Correia von seiner Ehefrau Suzana da Silva, einer jungen Anwältin, die sowohl zivil- als auch strafrechtlich arbeitet und sich auf die Zusammenarbeit mit ausländischen Klienten und Kanzleien spezialisiert hat. Sie teilt die Leidenschaft ihres Mannes und begleitet ihn regelmäßig zu den Rallyes. Nachwuchs, der in die Fußstapfen des Vaters treten könnte, haben die Beiden bisher noch nicht. Dieser sei aber für die Zukunft durchaus geplant, versichert uns José Correia. Vorerst steht aber weiterhin die Dogge Martim, ein 80 kg schwerer Rüde und ein Ausbund an Energie, im Mittelpunkt der Familie und wurde zum inoffiziellen Maskottchen des Teams ernannt. "Er ist auch der Präsident unseres Fanclubs", bemerkt José Correia scherzhaft.



José Correia mit Dogge Martim***)


Nach der technischen und der moralischen Unterstützung soll an dieser Stelle nicht versäumt werden, auch ein Wort über die finanzielle Unterstützung zu verlieren. Diese ist für die Amateur-Teams von großer Bedeutung, denn der Rallye-Sport ist zweifelsohne eine teure Sportart und weder bei der regionalen noch bei der nationalen Meister- schaft werden in Portugal Preisgelder ausgezahlt.

Das von José Correia für die Saison 2007 kalkulierte Budget beläuft sich auf insgesamt 16.000 Euro und setzt sich wie folgt zusammen:

Einschreibegebühren - 3.000 Euro
Fahrzeugwartung - 4.000 Euro
Reifen und Felgen - 3.500 Euro
Technische Assistenz - 4.000 Euro
Treibstoff und Fahrkosten - 1.500 Euro

Lediglich 50 bis 60 Prozent des Gesamtbetrages können durch Sponsorengelder abgedeckt werden, den Rest muss das Team selbst aufbringen. Regionale und lokale Firmen, die an einem Sponsoring Interesse haben, sind deshalb sehr willkommen. Interessenten wenden sich bitte direkt an José Correia, der sie gerne über die unterschiedlichen Werbe-möglichkeiten informiert.



Nach dem Reifenwechsel geht's erneut auf die Piste*)


Als Hauptsponsor für 2007 konnte die Marke "Ultimate" des britischen Ölkonzerns BP gewonnen werden. Darüber hinaus wird JC Racing von TEC7, einem universellen Bauklebstoff, AlgarveHomesFinder.com, einem englischsprachigen Im-mobilien-Portal, sowie der Firma Monchipneus, einem Reifenhändler in Monchique, unterstützt. José Correias eigenes Unternehmen JC Construction Survey tritt ebenfalls als Sponsor auf.



Interview mit José Correia in Portimão*)


Im persönlichen Interview erzählt uns José Correia, wie er zum Rallye-Sport kam und welche Pläne und Ambitionen er für die Zukunft hegt. Wie bei den meisten Rennpiloten erfolgte sein Einstieg in den Motorsport auf ganz klassische Art und Weise, nämlich über das Karting. Von 1989 bis 2002 setzte er seine bereits seit Kindertagen bestehende Begeisterung für Autos und Motoren um, indem er, u. a. für eine große Betriebssportmannschaft, landesweit Kartrennen fuhr. Von seinen beim Karting erzielten Erfolgen bestärkt, erfolgten 2003 der Wechsel zum Rallye-Sport und die Gründung des Teams JC Racing. Mit seinem ersten Fahr- zeug, einem Renault 11 Turbo, belegte das Team bei der CRRS 2003 den 31. Rang im Gesamtclassement und den 4. Platz in seiner Klasse. 2004 gewann JC Racing die "Rali de Almodôvar" sowie die "Rali de Verão de Loulé" in seiner Klasse und belegte abschließend erneut den 4. Platz. Im darauffolgenden Jahr nahm José Correia lediglich an drei Rallyes teil und setzte in 2006 gänzlich aus.



Auf der Piste wird ordentlich Staub aufgewirbelt...*)


2007 will er nun mit neuem Navigator und neuem Rennauto erneut durchstarten und strebt eine Platzierung im ersten Drittel des Gesamtclassements an. Natürlich träumt er, nach der Zukunft gefragt, manchmal von der nationalen portugiesischen Meisterschaft oder gar mehr, aber José Correia bleibt Realist. Abgesehen vom finanziellen Aspekt erfordert die Teilnahme an der nationalen Meisterschaft mit ihren landesweiten Rennen einen sehr hohen Zeitaufwand, den er sich als selbständiger Unternehmer einfach nicht leisten kann. Insofern bleiben die Ambitionen für die Zukunft eher bescheiden. Es geht in ersten Linie um den Spaß am Fahren, das Meistern der Herausforderung und selbstverständlich um die Ehre.



Besuch im Atelier von Nuno Lorena in Faro**)


Nach unserem Gespräch mit José Correia besuchen wir den Navigator des Teams in seinem Atelier im Kulturzentrum "Os Artistas" in der Innenstadt von Faro, um mehr über seine Kunst und die auf den ersten Blick recht ungewöhnliche Verbindung von Malerei und Rallye-Sport zu erfahren. Der heute 40-jährige Nuno Lorena studierte nach Beendigung der Schulzeit zunächst Malerei an einer privaten Kunst- akademie in seiner Heimatstadt Lissabon. Stets stand die Malerei im Mittelpunkt seines Lebens, er übte jedoch auch andere Berufe wie z. B. Flugbegleiter und Autoverkäufer aus. Die Tätigkeit als Flugbegleiter für eine kleine, heute nicht mehr existierende portugiesische Chartergesellschaft war es auch, die ihn 1988 an die Algarve führte, wo er sich inzwischen ganz zuhause fühlt. Seit knapp zwei Jahren widmet er sich ausschließlich der Malerei - und natürlich dem Rallye-Sport.



Nuno Lorena: Frauenportrait aus der aktuellen Serie**)


Jahrelang malte Nuno Lorena abstrakte Bilder in Acryl, bevor er die Ölmalerei und die Techniken der alten Meister wie z. B. des Italieners Caravaggio, einem Meister der Hell-Dunkel-Malerei, für sich entdeckte. Derzeit arbeitet er an einer siebenteiligen Portraitserie, von der drei Gemälde fast fertiggestellt sind. Aber eben nur fast, denn Nuno Lorena ist Perfektionist und findet immer wieder Details, die es zu verbessern gilt. Wie wir erfahren, baut sich ein Ölgemälde aus mindestens drei Schichten auf, Nuno Lorena arbeitet jedoch mit sieben bis acht Schichten, um seine Modelle gekonnt ins rechte Licht zu setzen. Seine Kompositionen sind modern und realistisch und erzielen je nach Größe (z. B. 73 cm x 100 cm) derzeit Verkaufspreise ab 2.000 Euro aufwärts.



Nuno Lorena: Jungenportrait aus der aktuellen Serie**)


Für den Navigator ist die Verbindung von Malerei und Rallye-Sport durchaus kein Widerspruch, vielmehr findet er im Motorsport den idealen Ausgleich zu seiner künst- lerischen Tätigkeit. Während die Arbeit an der Staffelei viel Ruhe und Konzentration erfordert, kann er seinen Emotionen auf der Rennpiste freien Lauf lassen und den Anstieg des Adrenalinspiegels im Blut genießen. Gerne tauscht er deshalb Pinsel und Palette gegen Rennanzug und Helm ein, die schlicht eine andere Seite seiner Persönlichkeit widerspiegeln. Nuno Lorena fuhr u. a. auch verschiedene Rallyes als Navigator mit dem an der Algarve ansässigen Deutschen Alexander Hack. Mit ihm hatte er auch seinen bisher einzigen schwereren Unfall - ausge- rechnet mit einem alten, klassischen Porsche. Die beiden Insassen seien mit leichten Blessuren davongekommen, berichtet der Künstler, das schöne Auto landete allerdings mit Totalschaden auf dem Schrottplatz. Außer seiner Kunst und dem Rallye-Sport bringt Nuno Lorena auch noch andere, scheinbar recht gegensätzliche Dinge buchstäblich unter ein Dach. Dies beweisen seine beiden Haustiere, mit denen er nebst Ehefrau sein Heim in Faro teilt: ein portugiesischer Wasserhund und ein Eichhörnchen.



So soll die Konkurrenz JC Racing sehen - von hinten*)


Algarve Live wird das Team JC Racing auf seinem Weg durch die Saison 2007 verfolgen und regelmäßig von den Rallyes berichten. Zum Saisonauftakt am 13. Mai (Rali de Beja) wüschen wir José Correia und Nuno Lorena viel Glück und Hals- und Beinbruch.



Mit Algarve Live bei der CRRS 2007*)


Kontakte:

José Correia
Telefon: 91 728 50 77
E-mail: jcracing@netcabo.pt
Internet: jcconstructionsurvey.com

Nuno Lorena
Telefon: 91 412 72 06
E-mai: lorena.nuno@gmail.com

Suzana da Silva
Telefon: 96 655 40 04
E-mail: legal@suzanadasilva.com
Internet: www.suzanadasilva.com

Fotos:

*) Fotos mit freundlicher Unterstützung und Genehmigung von Katrin Koch

**) Fotos mit freundlicher Unterstützung und Genehmigung von João Neves dos Santos

***) Foto Privatarchiv José Correia


Link: Rallye-Forum (portugiesisch)
Link: Bericht Rali de Beja - 13. Mai 2007
Link: Bericht Rali de Martinlongo - 27. Mai 2007

 

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Mittwoch - 18.04.2007 - Stories & Reportagen

Pousadas - Orte der Besinnlichkeit
Wo Träume Wirklichkeit werden

Wer hätte nicht schon einmal davon geträumt, wie ein Schlossherr zu wohnen, im Himmelbett zu schlafen, ohne die vom Museumsdirektor verordneten Filzpantoffeln durch königliche Säle zu spazieren oder die Stille eines klösterlichen Kreuzganges frei von zur Eile mahnenden Reiseleitern zu genießen?


Die Pousada bei Sagres


In den Pousadas in Portugal erfüllt sich mancher dieser Träume. "Pousada" bedeutet im Portugiesischen "Ort der Ruhe", "Ort der Besinnlichkeit" oder "Ort der Gastlichkeit". Unter dem Begriff Pousada sind in Portugal Hotels in vorwiegend historischen Gebäuden zusammengefasst. Ursprünglich waren die Pousadas komplett in staatlicher Hand; 2003 hat dann, nachdem schon vorher bereits eine Teilprivatisierung der Häuser erfolgt war, die Grupo Pestana Pousadas ihre Leitung übernommen.


Pousada bei São Brás de Alportel


Die Geschichte der Pousadas geht zurück bis in die Zeit von Salazar. Bereits Anfang der 40er Jahre suchte die Regierung im ganzen Land nach Palästen, Burgen, Klöstern, Herrensitzen und Jagdschlössern, um sie in komfortable Quartiere umzuwandeln. Denkmalgeschützte Prachtanlagen, die in Frage kamen, gab es genug. Doch viele von ihnen befanden sich ein einem vernachlässigten Zustand, mussten erst gründlich restauriert und auf die Bedürfnisse eines Hotelbetriebs zugeschnitten werden.

Zu den historischen Schmuckstücken zählt z.B. die Pousada D. Diniz in Vila Nova de Cerveira, eine mächtige Festungsanlage aus dem 13. Jahrhundert. In Grenznähe zum spanischen Galizien wacht sie über den Fluss Minho. Die Pousada da Rainha Santa Isabel ist in dem Palast einer alten Festungsanlage über der Stadt Estremoz untergebracht. Von dicken Wehrmauern umgeben, fällt es ihr mit all den Gassen, Gräben, Zugbrücken, Toren, Bögen und Winkeln leicht, die Stimmung des Mittelalters aufkommen zu lassen. Ganz anders das Flair in der Pousada Santa Marinha vor den Toren von Guimarães, die vielleicht stimmungsvollste Pousada des Landes. Das im 12. Jahrhundert, von Augustinermönchen gegründete, später von Jesuiten übernommene Kloster fasziniert durch seine großzügige Anlage, kunstvolle Azulejos, verschwiegene Nischen und Brunnen. Der klösterliche Geist schwebt noch spürbar durch die modernisierten Zimmerzellen und den parkähnlichen Kreuzgang.

Die Idee der staatlich geführten Hotels auf hohem Niveau kam gut an. Für den Staat lagen die Vorzüge auf der Hand: historisch wertvolle Gebäude konnten vor dem Verfall gerettet werden, anspruchsvollen Gästen stilvolle Unterkünfte geboten und gleichzeitig regionale Traditionen vermittelt werden. Die Restauratoren gingen bei den Arbeiten so sorgfältig vor, dass die Substanz möglichst originalgetreu erhalten blieb. Die Innendekorateure legten größten Wert darauf, den Geschmack der jeweiligen Region in Mobiliar und Dekoration zum Ausdruck zu bringen. Die Köche stellen stets den Speiseplan aus typischen regionalen Rezepten zusammen, die Kellermeister wählen die erlesensten Weine lokaler Produzenten. In der Pousada do Barão Forrester im bergigen Nordportugal etwa kommt eine Wachtelsuppe auf den Tisch. In der Pousada do Mestre Alfonso Domingues in Batalha an der Atlantikküste empfiehlt der Kellner den im Ofen gebackenen Stockfisch, während sein Kollege in der Pousada Flor da Rosa im alentejanischen Crato auf die typischen Schweinefüße mit Koriander schwört.


Pousada Convento da Graça in Tavira



Pousada Schloss von Estoi


Von Geheimtipp kann in Sachen Pousadas heute nicht mehr die Rede sein. Längst gelten die historischen Quartiere als fester Begriff für Qualität und Originalität. Wegen der stark begrenzten Zimmerzahl sind sie jedoch immer noch von dem Hauch der Exklusivität umgeben. Das Gros der Pousadas, die auf den Straßen durch das Symbol eines gastlichen Hauses mit rauchendem Schornstein auf blauem Grund ausgeschildert sind, befindet sich in historisch interessanten oder landschaftlich ausgewählten Gegenden. Meist ist die Lage der Häuser so gewählt, dass sie hervorragend als Ausgangspunkte für die Erkundung des Umfeldes dienen. Das flächendeckende Angebot regt dazu an, Portugal in all seinen regionalen Kontrasten und Besonderheiten kennen zu lernen.


Link: Pousadas auswählen und buchen

 

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von Ingo


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